Technisches Merkblatt
Kiesel Panzergewebe
besonders zug- und reißfestes Glasfasergewebe
- für Innen und Außen, Wand und Boden
- zusätzliche Armierung für eine extra Rissüberbrückung und Spannungsabbau
- alkalibeständig
- hohe Temperaturbeständigkeit
- spannungsabbauend

Das Kiesel Panzergewebe ist ein Glasgittergelege für den Einsatz als zusätzliche Armierung im Renovierungs-, Sanierungs- und auch Neubaubereich. Es kann in alle Kiesel Spachtelmassen und Dünnbettmörtel eingearbeitet werden. Besonders geeignet ist das Kiesel Panzergewebe in den zementären Kiesel Dünnbettmörteln, z.B. beim Einsatz auf Holzspanplatten, Dämmplatten, Trockenestrichen usw.
Das Kiesel Panzergewebe kann auch als Rissüberbrückung im Stoßfugenbereich von Bauplatten oder Dämmstoffplatten eingesetzt werden. Besonders empfehlenswert ist es beim Einsatz auf Mischuntergründen oder Zement- und Calciumsulfatestrichen bzw. auch Betonbodenflächen mit Haarrissbildungen, die dennoch tragfähig sind.
Der Untergrund muss nach der VOB, Teil C, DIN 18352 Fliesen- und Plattenarbeiten, DIN 18356 Parkett- und Holzpflasterarbeiten bzw. DIN 18365 Bodenbelagsarbeiten sowie dem Stand der Technik geprüft und belegereif sein. Untergründe gemäß aktuellem BEB Merkblatt „Beurteilen und Vorbereiten von Untergründen“ sowie dem Merkblatt TKB-8 in der jeweils gültigen Fassung vorbehandeln.
Holzdielen müssen tragfähig, durchbiegungsfrei und dauerhaft trocken auf der Balkenlage befestigt und gegen Höhenversatz gesichert sein. Lose Dielen ggf. nachschrauben. Eine ausreichende Hinterlüftung ist durch geeignete Maßnahmen wie z.B. entsprechende Sockelprofile, Randdämmstreifen oder Abstände zu anderen Bauteilen sicherzustellen.
Vorhandene Altbeläge müssen fest und tragfähig liegen, grundgereinigt, ggf. angeschliffen und abgesaugt werden.
Die Produktdatenblätter des jeweils zum Einsatz kommenden Kiesel Dünnbettmörtels oder der Kiesel Spachtelmasse sind zu beachten.
Das Kiesel Panzergewebe ausrollen und mit dem Messer oder der Schere passgenau zuschneiden. Eine Stoßüberdeckung von mind. 5 cm ist zu beachten.
Verklebung mit Kiesel Fliesenkleber: Den Dünnbettmörtel auf den jeweiligen Untergrund mit einer entsprechend großen Zahnung, z.B. 8 mm vorlegen und mit der gerillten Seite der Kammspachtel aufziehen. Das Kiesel Panzergewebe in das frische Dünnbettmörtelbett faltenfrei und blasenfrei einlegen und vollflächig einspachteln. Das Einspachteln erfolgt in der Regel mit dem jeweils zur Verlegung der Fliesenbeläge verwendeten Kiesel Fliesenkleber. Bitte beachten Sie, dass an allen aufgehenden Bauteilen ein Abstand von ca. 3 cm eingehalten wird. Das vorherige Anbringen des Kiesel Randdämmstreifens ist insbesondere dann erforderlich, wenn das Kiesel Panzergewebe in Spachtelmassen verarbeitet wird.
Vorhandene Bewegungsfugen / Fugen zu aufgehenden Bauteilen müssen in vollem Umfang funktionsfähig bleiben. Um ein Aufschwimmen des Kiesel Panzergewebes beim Einsatz in Spachtelmassen, besonders selbstverlaufenden Spachtelmassen zu verhindern, ist es bei Bedarf möglich, die Bahnen z.B. mit einem Tacker, Kiesel Fliesenkleber oder Acryldichtstoff mechanisch zu fixieren.
Beim Einsatz in Kiesel Spachtelmassen ist eine Mindestdicke der Spachtelmasse von 3 mm einzuhalten.
Farbe
weiß
25 m
1 m
Material
Filament-Glasgarne
Flächengewicht
ca. 530 g/m2
Lichte Maschenweite
Kette: 6,4 mm
Schuss: 4,9 mm
Zugfestigkeit
Kette: 5.000 N/5cm
Schuss: 9.000 N/5cm
in trockenen und verschlossenen Lagerräumen bei Temperaturen zwischen -10°C bis +45°C
1,05 m2 pro 1 m2
Messer, Schere
| Beschreibung | Artikelnummer | EAN |
|---|---|---|
| Rollen mit 25 m Länge, einzeln verpackt | 60371 | 4015705603711 |
Die vorstehenden Angaben, insbesondere Vorschläge für die Verarbeitung und Verwendung unserer Produkte, beruhen auf unseren Kenntnissen und Erfahrungen. Wegen der unterschiedlichen Materialien und der außerhalb unseres Einflussbereichs liegenden Arbeitsbedingungen empfehlen wir in jedem Falle ausreichende Eigenversuche, um die Eignung unserer Produkte für die beabsichtigten Verfahren und Verarbeitungszwecke sicherzustellen. Eine Haftung kann weder aus diesen Hinweisen noch einer mündlichen Beratung begründet werden, es sei denn, dass uns insoweit Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt. Mit dem Erscheinen dieses Technischen Merkblatts verlieren alle vorherigen Ausgaben ihre Gültigkeit.
Stand: 08.03.2022/ag