Technisches Merkblatt

KiOil HO 2K ist ein lösemittelfreies, oxidativtrocknendes 2-Komponenten-Imprägnieröl (GISCODE Ö10/DD+ Lösemittelfreie Öle/Wachse mit isocyanathaltigem Härter, oximfrei) mit hoher Tiefenwirkung. KiOil HO 2K ist für den Innenbereich geeignet und verleiht dem Holz eine freundliche, rutschfeste, wasser- und schmutzabweisende Oberfläche. Die Maserung wird hervorgehoben. KiOil HO 2K kann auch als Grundierung unter KiLack No. 9 eingesetzt werden eignet sich als 2K-Öl für alle normal bis sehr stark beanspruchten Flächen.

Vor dem Ölen muss die Oberfläche nach den anerkannten Regeln des Fachs geschliffen, fugenfrei, trocken und frei von Verunreinigungen sein.

Gebindeinhalt vor Gebrauch auf Verarbeitungstemperatur bringen und sorgfältig aufrühren. Vor dem Ölen die Parkettoberfläche vollständig mit Wasser befeuchten (ca. 20 - 30 ml/m²). Wichtig: die Fläche flächendeckend befeuchten, um Schattierungen zu vermeiden. Abwarten bis die Fläche optisch abgetrocknet ist (ca. 30 Min.).
Anschließend zum KiOil HO 2K KiOil Härter zugeben, im Mischungsverhältnis 4:1 intensiv vermischen und mit der Kiesel Flächenspachtel gleichmäßig auftragen. Es sollte nie mehr angerührt werden als in 1,0 Std. verarbeitet werden kann. Auf eine ausreichende Sättigung des Holzes ist zu achten. Mit einem beigen Pad das Öl gleichmäßig verteilen und einmassieren, so lange bis das Holz kein Öl mehr aufnimmt. Nach einer Trockenzeit von 10 - 15 Min. das Öl mit einem weißen Pad rückstandsfrei polieren. Bei größeren Ansammlungen von Öl diese mit einem gut saugfähigen, fusselfreien Öltuch entfernen und danach wieder mit
dem weißen Pad fertig polieren. Es dürfen keine Spritzer und Schlieren mehr vorhanden sein. Nicht vergessen, die Flächen von Hand nachzuarbeiten, die mit der Maschine nicht erreicht werden. Materialüberschuß ist unbedingt zu vermeiden. Stets eine kleine Fläche probeweise anlegen. Nach Trocknung ist ein Zweitauftrag möglich, je nach Sättigung des Holzes. Bei der zweiten Behandlung ist der Ölverbrauch deutlich geringer. Nach Trocknung von mindestens 24 Stunden auf hellen europäischen Hölzern und nach mindestens 72 Stunden Trocknung auf dunkleren oder exotischen Holzarten kann mit KiLack No. 9 überlackiert werden.

Verarbeitungsklima

+15 °C - +25 °C bei 35 % - 65 % rel. Luftfeuchte

Trocknungszeit*

24 - 72 Stunden bis zur Überlackierung, je nach Holzart.        
Endfestigkeit: nach 72 Stunden im reinen Ölaufbau. 

Rutschsicherheit

DIN 51130/DGVU 108-003 / R9    

GISCODE

Ö10/DD+ (Lösemittelfreie Öle/Wachse mit isocyanathaltigem Härter, oximfrei)

Lagerung

Lagerung bei +10 °C - +25 °C ungeöffnet 12 Monate ab Herstelldatum.         
Nicht unter +5°C lagern

* 

Die Trocknungszeit bezieht sich auf 23 °C und 50 % rel. Luftfeuchtigkeit.

Höhere Temperaturen und geringere Luftfeuchtigkeit verkürzen, niedrigere Temperaturen und höhere Luftfeuchtigkeit verlängern diesen Wert entsprechend.

Bei niedrigeren Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit dauert die Trocknung länger, während höhere Temperaturen und geringere Luftfeuchtigkeit die Trocknungszeit verkürzen. Die optimalen Verarbeitungsbedingungen liegen zwischen +18 °C - +25 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 35 % - 65 %.

Bei einigen Holzarten, insbesondere sogenannte Exotenhölzer wie beispielsweise Iroko Kambala, Padouk, Teak, Ipe Lapacho oder auch Räuchereiche bzw. Esche kann es zu Irritationen wie beispielsweise Trocknungsverzögerungen, Benetzungsstörungen oder auch Farbveränderungen kommen. Aufgrund der diversen Eigenschaften von Holzarten ist es ratsam, deren Verwendbarkeit zuvor zu prüfen und einen Vortest durchzuführen.

Verpflichtend zu beachten sind die jeweils gültigen Normen, Richtlinien und Verarbeitungsvorschriften sowie die anerkannten Regeln des Fachs,  insbesondere die DIN 18356 „Parkett- und Holzpflasterarbeiten“.

Öle neigen bei Ausschluss von Licht zu Dunkelvergilbung.

Bei Holzfußböden mit Fugen und/oder Fasen wird die Konsultation technischer Beratung empfohlen, um eine optimale Anwendung sicherzustellen.

Nach der Zugabe des Härters ist das Gebinde offen zu lassen, um das Risiko eines Druckaufbaus und einer möglichen Berstung zu vermeiden.

Schleifstäube von Systemen, die durch Sauerstoff aushärten, weisen eine hohe Selbstentzündungsgefahr auf und bergen somit ein signifikantes Brandrisiko. Es ist zwingend erforderlich, dass der anfallende Schleifstaub nach Beendigung der Schleifarbeiten befeuchtet und in nicht brennbaren versiegelten Behältern entsorgt wird. Bei direktem Kontakt des Produktes mit Pads oder Textilien besteht ebenfalls ein Risiko der Selbstentzündung. Daher müssen mit dem Produkt getränkte Lappen oder Pads vor der Aufbewahrung oder Entsorgung gründlich mit Wasser durchfeuchtet und in luftdicht verschlossenen Blechbehältern gelagert werden.

Je nach Saugverhalten der zu behandelnden Holzart variiert der Verbrauch von 30 ml/m² bis 50 ml/m². Bei stark und sehr stark saugfähigen Holzarten kann dieser auch 80 g/m² bis 110 ml/m², bei Holzpflaster bis zu 140 ml/m² erreichen.

Kiesel Flächen-Doppelspachtel

Eine regelmäßige und adäquate Reinigung sowie Pflege der Oberfläche entsprechend der Reinigungs- und Pflegeanweisung trägt zur optischen Aufwertung bei und verlängert deren Lebensdauer. Es wird empfohlen, die Oberfläche lediglich feucht und nicht nass abzuwischen. Generell Pflegeanweisung von Merkblatt Nr. 2 anwenden.

BeschreibungArtikelnummerEAN
0,8 l Blechdose Komp. A (Öl) + 0,2 l Kunststoffgebinde Komp. B (Härter)540114015705540115

Bitte beachten Sie die normalen Vorsichtsmaßnahmen, die für die Handhabung von Chemikalien gelten. Weitere Informationen finden Sie im Sicherheitsdatenblatt.

Die vorstehenden Angaben, insbesondere Vorschläge für die Verarbeitung und Verwendung unserer Produkte, beruhen auf unseren Kenntnissen und Erfahrungen. Wegen der unterschiedlichen Materialien und der außerhalb unseres Einflussbereichs liegenden Arbeitsbedingungen empfehlen wir in jedem Falle ausreichende Eigenversuche, um die Eignung unserer Produkte für die beabsichtigten Verfahren und Verarbeitungszwecke sicherzustellen. Eine Haftung kann weder aus diesen Hinweisen noch einer mündlichen Beratung begründet werden, es sei denn, dass uns insoweit Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt. Mit dem Erscheinen dieses Technischen Merkblatts verlieren alle vorherigen Ausgaben ihre Gültigkeit.


Stand: 21.07.2025/ag