Technisches Merkblatt
Okaphone 4 für Fliesen
Dämmplatte
- zur Entkopplung und Trittschalldämmung
- flexibel und stabil
- verrottungsbeständig
- schneid- und sägbar


Kunstharzgebundene, stabile und hoch verdichtete Kunstfaserplatte zur Entkopplung und zur Herstellung einer trittschallgedämmten Verlegefläche im Innenbereich. Okaphone 4 verringert das Trittschallmaß laut amtlichem Prüfzeugnis um ca. 10 dB.
Als dämmende Zwischenschicht im Renovierungsbereich und auf schlecht gedämmten Untergründen im Alt- und Neubau. Erhöhung des Wohn- und Gehkomforts bei geringer Einbauhöhe.
Okaphone 4 ist bruchfest und verrottungsbeständig.
Der Untergrund muss trocken, fest und sauber sein. Es eignen sich z.B. Beton, Estrich (auch mit Fußbodenheizung), Putze, Mauerwerk, Stein, Stahl, Keramik und verschraubte Spanplatte V 100 (OSB-3, OSB-Bau).
Unebenen Untergrund vor Einbau der Dämmplatten mit Servofix-, Servoplan- oder Servocret-Spachtelmassen ausgleichen.
Bei gering verformbarem Untergrund (z.B. Spanplatte V 100) faserarmierte Spachtelmasse Servoplan S 444 verwenden. Die jeweiligen Untergründe sind entsprechend zu grundieren, z.B. mineralische Untergründe mit Okatmos® GGS, Okatmos® UG 30, Okatmos® DSG oder Holz mit Okamul RSG Plus, Okatmos UG® 30, Okatmos® DSG oder Okapox GF.
Okaphone 4 Dämmplatten im Verband (versetzte Stoßfugen) zunächst lose und passgenau auslegen (Kreuzfugen vermeiden). Platten mit Kreissäge, Stichsäge oder Trapezmesser zuschneiden. Danach Platten aus der Mitte entnehmen und mit Servoflex K-Schnell SuperTec mit einer Kammspachtel Zahnung 6-8 mm bei einem Verbrauch von ca. 1,6 - 2,2 kg/m² verkleben. Bei Anwendung anderer Verlegewerkstoffe bei der Kiesel Anwendungstechnik rückfragen. Platten innerhalb von ca. 15-20 Minuten einlegen und fest andrücken.
Vor Beginn der Verlegearbeiten den erforderlichen Wandabstand am Randanschluss bzw. den Anschluss zu aufgehenden Bauteilen ausbilden. Hierzu herkömmliche Estrichdämmstreifen verwenden. Diese Streifen dürfen erst nach Abschluss der Ausfugarbeiten abgeschnitten werden. Nach Erhärtung des Dünnbettmörtels, bei Servoflex K-Schnell SuperTec nach frühestens ca. 2 Stunden, die Stöße der Platten mit Klebeband, z.B. Tesa-Krepp 20 mm breit, überkleben um das Entstehen von Mörtelbrücken zu verhindern.
Beim Einspachteln von geeigneten Netzheizmatten kann die faserarmierte Schnellspachtelmasse Servoplan S 444 oder ein Flexmörtel von Kiesel verwendet werden. Maximale Schichtdicke 5 mm.
Die Verlegung von Keramik- oder Naturwerksteinbelägen auf der Okaphone 4 Dämmplatte kann nach vollständiger Erhärtung des Verlegewerkstoffs erfolgen.
Hierzu eignen sich als Belagsmaterial keramische Beläge aus Steinzeug mit einer Dicke über 8 mm. Bei Naturwerksteinbelägen nur entsprechend harte Sorten (z.B. Granit oder Gneis) bei einer Mindestdicke von über 15 mm oder einer Bruchfestigkeit von 1500 N verwenden. Mindestformat 100 cm² (Fliesengröße 10 cm x 10 cm). Auf sich durchbiegenden Deckenkonstruktionen (Durchbiegung max. L/300) max. 900 cm² (Fliesengröße 30 cm x 30 cm). Beim Einsatz größerer Formate Rücksprache mit der Anwendungstechnik.
Für den Einsatz in Feuchträumen der Wassereinwirkungsklassen W0-I und W1-I mit Okamul DF, Servoflex DMS 1K Plus SuperTec, Servoflex DMS 1K-schnell SuperTec oder der Kiesel Dichtbahn eine Verbundabdichtung aufbringen.
Belag mit einem Dünnbettmörtel, z.B. Servoflex K-Schnell SuperTec, Servoflex-Trio-SuperTec oder Servoflex K-Plus verlegen. Eine vorherige Grundierung oder Spachtelung ist nicht erforderlich. Auf eine nahezu vollsatte Bettung des Belagsmaterials ist zu achten.
Bei Servoflex K-Schnell SuperTec nach frühestens ca. 8 Stunden und bei Servoflex K-Plus oder Servoflex-Trio-SuperTec nach frühestens ca. 12 Stunden verfugen. Hierzu flexible Fugenmassen wie Servoperl 10, Servoperl royal, Servoperl royal schnell oder Servoflex F verwenden.
Beachten Sie die Hinweise "Verlegung von Fliesen und Platten auf Entkopplungssystemen im Innenbereich", herausgegeben vom Fachverband Fliese und Naturstein.
Farbe
hell
Anwendungsgebiet
innen, an Wand und Boden
E-Modul
699 MN/m³
Wasserdampfdiffusionsstromdichte (WDD)
21,2 g (m³ x d)
Format
100 x 60 cm = 0,6 m²
Dicke
ca. 4 mm
Flächengewicht
ca. 2,8 kg/m²
Trittschallverbesserung
unter Fliesenbelag, vollflächig verklebt ca. 10 dB
nach DIN EN ISO 10140 (nach amtlichem Prüfzeugnis)
Rissüberbrückung
1,41 mm
Wärmeleitfähigkeit
ca. 0,16 W/mK (DIN 52 612)
Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)
23,81 W/m²K
Wärmedurchlasswiderstand
0,05 m²K/W
Brandverhalten
nach EN 13501-1: E
Brandklasse
nach DIN 4102: B2
geeignet
EMICODE®
EC1Plus
trocken und liegend auf ebener Unterlage
Schnittreste mit Haus- oder Gewerbemüll
Die im Merkblatt angegebenen Trittschallverbesserungswerte sind vom beauftragten Prüfinstitut am Prüfstand ermittelt worden. Diese Werte lassen sich nicht auf andere Bauprojekte übertragen, da objektbezogen andere Deckenaufbauten vorliegen. Zur Feststellung der Trittschallverbesserungswerte am Objekt muss eine Probeverlegung erfolgen und in diesem Zusammenhang der Trittschallwert vor und nach der Maßnahme vor Ort ermittelt werden.
Die Angaben basieren auf Erfahrungswerten und sind als allgemeine Hinweise zu verstehen. Eine Haftung für das Gelingen der Arbeiten können wir nicht übernehmen, da wir auf die Baustellenbedingungen und die sachgemäße Verarbeitung keinen Einfluss haben. Auf alle Fälle empfiehlt sich vor der Anwendung ein praktischer Versuch.
Kreissäge, Stichsäge, Trapezmesser sowie Kammspachtel 6 oder 8 mm.
| Beschreibung | Artikelnummer | EAN |
|---|---|---|
| 10 Kartons je 15 Platten = 90 m² | 60170 | 4015705601700 |
Die vorstehenden Angaben, insbesondere Vorschläge für die Verarbeitung und Verwendung unserer Produkte, beruhen auf unseren Kenntnissen und Erfahrungen. Wegen der unterschiedlichen Materialien und der außerhalb unseres Einflussbereichs liegenden Arbeitsbedingungen empfehlen wir in jedem Falle ausreichende Eigenversuche, um die Eignung unserer Produkte für die beabsichtigten Verfahren und Verarbeitungszwecke sicherzustellen. Eine Haftung kann weder aus diesen Hinweisen noch einer mündlichen Beratung begründet werden, es sei denn, dass uns insoweit Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt. Mit dem Erscheinen dieses Technischen Merkblatts verlieren alle vorherigen Ausgaben ihre Gültigkeit.
Stand: 09.06.2021/lo