Technisches Merkblatt

EC1 Plus
Flexmörtel
DGNB Navigator Label Servoflex 2.0

Standfester, flexibler, hellgrauer und kunststoffvergüteter zementärer Dünnbettmörtel nach EN 12 004 C2 TE-S1 zum Verlegen von keramischen Fliesen und Platten, Feinsteinzeug, Porzellanmosaik, Klinker- und Ziegelfliesen sowie verfärbungs- und verformungsunempfindliche Naturwerksteinbeläge im Innen- und Außenbereich auf tragfähigen Untergründen wie z.B. Ortbeton (mind. 3 Monate alt), Gipsfaserplatten, Gipskartonplatten, Heizestriche (entsprechende Normen und Merkblätter beachten), Gussasphalt, Porenbeton sowie Balkone und Terrassen.
Aufgrund des variablen Wasserfaktors von ca. 34 - 40 % kann Servoflex 2.0 in einer sehr standfesten Konsistenz für die Anwendung von schweren Fliesen im Wandbereich bis zu einer leicht aufkämmbaren Bodenkonsistenz angemsicht werden und erhärtet dennoch sicher und zügig. 

Erfüllt die "Richtlinie für Flexmörtel", Ausgabe Juni 2001

Der Untergrund muss belegreif, sauber und tragfähig sein. Bei Verlegung auf noch schwindenden Untergründen die Feldgröße durch Anordnung von Bewegungsfugen begrenzen. Altbeläge mit einem alkalischen Reiniger reinigen. Im Innenbereich saugfähige Untergründe mit Okatmos® DSG, Okatmos® GG, Okamul SP oder Okatmos® UG 30 vorstreichen. Bei erforderlichen Schichtdicken bis 10 mm auf Calciumsulfatestrichen mit Okatmos® DSG oder Okapox GF grundieren. 15 mm Schichtdicke nur auf wasserfesten, stabilen Untergründen, wie z.B. Zementestrichen oder Beton ausführen. Auf Calciumsulfatestrichen max. 10 mm Schichtdicke.

Nicht saugfähige Untergründe mit Okatmos® DSG oder Okatmos® UG 30 vorstreichen.

Im Außenbereich mit Okatmos® UG 30 grundieren. Auf Altbelägen im Außenbereich, welche mit einem alkalischen Reiniger gereinigt und mit Okatmos® UG 30 grundiert wurden, immer in Verbindung mit einer Abdichtung im Verbund arbeiten (z.B. mit Servoflex DMS 1K-schnell SuperTec oder Servoflex DMS 1K Plus SuperTec).

 

Servoflex 2.0 mit sauberem Wasser in gewünschter Konsistenz klumpenfrei anrühren. Nach ca. 5 Minuten Reifezeit nochmals umrühren. Anschließend mit der entsprechenden Kammspachtel (siehe Tabelle) auf den Untergrund aufziehen und das zu verlegende Material innerhalb von ca. 30 Minuten in das Kleberbett einschieben und andrücken. Je nach Saugfähigkeit des Untergrundes/Belages kann noch innerhalb von ca. 25 Minuten korrigiert werden.
Im Außenbereich oder bei großformatigem Belagsmaterial das kombinierte Verfahren (Buttering-Floating) anwenden.

Farbe

grau

Anwendungsgebiet

innen und außen**, an Wand und Boden

Auftragsstärke

max. 15 mm

Verarbeitungstemperatur

+5°C bis +25°C (Untergrund)

Temperaturbeständigkeit

-20°C bis +80°C

Wasserbedarf

ca. 6,8 - 8,0 Liter / 20 kg Pulver

Reifezeit

ca. 5 Minuten (nochmals umrühren)

Verarbeitungszeit*

ca. 3 Stunden

Einlegezeit*

ca. 30 Minuten

Begehbar* / Verfugbar*

nach ca. 12 Stunden

GISCODE

ZP 1 - chromatarm nach TRGS 613

EMICODE®

EC1Plus

Lagerung

Im verschlossenen Originalgebinde ca. 12 Monate in trockenen Räumen.

* 

Bei +20°C, 65 % rel. Luftfeuchtigkeit und auf saugfähigen Untergründen. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere Temperaturen verlängern diese Werte entsprechend.

** 

Im Außenbereich ist eine weitgehend hohlraumfreie Verlegung erforderlich (Buttering-Floating).

Zahntiefe der KammspachtelVerbrauch (Pulver)
3 mm (TKB C3)ca. 0,9 kg/m²
4 mm (TKB C1)ca. 1,2 kg/m²
6 mm (TKB C2)ca. 1,8 kg/m²
8 mm (TKB C4)ca. 2,3 kg/m²
10 mm (TKB C5)ca. 2,9 kg/m²
je mm Schichtdickeca. 1,2 kg/m²

Verbrauch ist abhängig u.a. von der Untergrundbeschaffenheit

Belag und Werkzeug umgehend mit Wasser reinigen.

BeschreibungArtikelnummerEAN
54 x 20 kg Papiersäcke130774015705130774

Die vorstehenden Angaben, insbesondere Vorschläge für die Verarbeitung und Verwendung unserer Produkte, beruhen auf unseren Kenntnissen und Erfahrungen. Wegen der unterschiedlichen Materialien und der außerhalb unseres Einflussbereichs liegenden Arbeitsbedingungen empfehlen wir in jedem Falle ausreichende Eigenversuche, um die Eignung unserer Produkte für die beabsichtigten Verfahren und Verarbeitungszwecke sicherzustellen. Eine Haftung kann weder aus diesen Hinweisen noch einer mündlichen Beratung begründet werden, es sei denn, dass uns insoweit Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt. Mit dem Erscheinen dieses Technischen Merkblatts verlieren alle vorherigen Ausgaben ihre Gültigkeit.


Stand: 03.09.2024/ag