Technisches Merkblatt

Kunststoffvergüteter zementärer Mittel- und Dickbettmörtel für Auftragsstärken bis 30 mm im Innen- und Außenbereich.
Servoflex MDM eignet sich besonders zum Verlegen von großformatigen keramischen Belägen, Feinsteinzeug und entsprechenden Naturwerksteinbelägen im Dünn-, Mittel- und Dickbettverfahren auf formstabilen (z.B. Zement oder Beton) und bedingt verformbaren Untergründen, wie z.B. Heizestrichen (entsprechende Normen und Merkblätter beachten), Ortbeton (min. 3 Monate alt).
Die hohe kristalline Wasserbindung von Servoflex MDM verhindert bei Naturwerksteinarbeiten Verfärbungen durch den Verlegewerkstoff.
Beim Einsatz des kombinierten Verfahrens (Buttering-Floating) auch für kristalline Naturwerksteine geeignet.
 

Der Untergrund muss belegreif, sauber und tragfähig sein. Bei Verlegung auf noch schwindenden Untergründen die Feldgrößen durch Anordnung von Bewegungsfugen begrenzen.
Saugfähige Untergründe mit Okatmos® DSG, Okatmos® GG oder Okatmos® UG 30 vorstreichen. Bei erforderlichen Schichtdicken über 5 mm auf Calciumsulfatestrichen mit Okatmos® DSG, Okapox GF oder Okamul PU-V schnell grundieren. Auf Gussasphaltestrichen beträgt die max. Schichtdicke grundsätzlich 5 mm.
Nicht saugfähige Untergründe mit Okatmos® DSG oder Okatmos® UG 30 vorstreichen.
Im Außenbereich mineralische Untergründe mit Okatmos® UG 30 grundieren.

Servoflex MDM mit sauberem Wasser klumpenfrei anrühren. Nach ca. 5 Minuten Reifezeit nochmals umrühren. Unebenheiten des Untergrundes können bei der Verlegung ausgeglichen werden. Größere Unebenheiten bis 30 mm können durch Vorziehen einer Ausgleichsschicht egalisieren werden, die mindestens 3 Stunden erhärten muss, bevor mit der Verlegung begonnen wird.
Servoflex MDM mit einer geeigneten Kammspachtel auf den Untergrund aufziehen und das Belagsmaterial innerhalb ca. 25 Minuten in das Kleberbett einschieben und andrücken bzw. einklopfen. Je nach Saugfähigkeit des Untergrundes/Belages und Schichtdicke des Mörtelbetts kann noch innerhalb von ca. 25 Minuten korrigiert werden.
Beim Verlegen von Naturwerksteinbelägen die Rückseite des Belagsmaterials unmittelbar vor dem Einlegen in das Mörtelbett mit der glatten Seite der Kammspachtel abspachteln.
Beim Verarbeiten im Dickbettverfahren das Belagsmaterial unmittelbar nach Aufbringen des Mörtels einlegen und verdichten.
Beim Verlegen im Wandbereich Dickbettmörtel wie konventionellen Mörtel auf die Rückseite des Belagsmaterials aufziehen und dieses entsprechend ansetzen.

Farbe

hellgrau

Anwendungsgebiet

innen und außen**, vorzugsweise am Boden

Auftragsstärke

bis 30 mm

Verarbeitungstemperatur

+5°C bis +25°C (Untergrund)

Temperaturbeständigkeit

-20°C bis +80°C

Wasserbedarf

ca. 5,5 - 6,2 l/20 kg Pulver

Reifezeit

ca. 5 Minuten (nochmals umrühren)

Verarbeitungszeit*

ca. 60 Minuten

Einlegezeit*

ca. 25 Minuten

Voll belastbar*

nach ca. 24 Stunden

Begehbar* / Verfugbar*

nach ca. 3 Stunden

GISCODE

ZP 1 chromatarm nach TRGS 613

Lagerung

trocken lagern, ca. 6 Monate lagerfähig

* 

Bei +20°C und 65% rel. Luftfeuchtigkeit. Höhere Temperaturen und geringe Luftfeuchtigkeit verkürzen, niedrigere Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit verlängern diesen Wert entsprechend.

** 

Im Außenbereich ist eine weitgehend hohlraumfreie Verlegung erforderlich (Buttering-Floating).

 Verbrauch (Pulver)
MDM-Zahnungca. 5,0 kg/m²
Mittelbett-/Buchtalkelle (TKB M1)ca. 3,6 kg/m²
Kammspachtel 10 mm (TKB C5)ca. 2,7 kg/m²
je mm Schichtdickeca. 1,1 kg/m²

Verbrauch ist abhängig u. a. von der Untergrundbeschaffenheit

Belag und Werkzeug umgehend mit Wasser reinigen.

BeschreibungArtikelnummerEAN
54 x 20 kg Papiersäcke130854015705130859

Die vorstehenden Angaben, insbesondere Vorschläge für die Verarbeitung und Verwendung unserer Produkte, beruhen auf unseren Kenntnissen und Erfahrungen. Wegen der unterschiedlichen Materialien und der außerhalb unseres Einflussbereichs liegenden Arbeitsbedingungen empfehlen wir in jedem Falle ausreichende Eigenversuche, um die Eignung unserer Produkte für die beabsichtigten Verfahren und Verarbeitungszwecke sicherzustellen. Eine Haftung kann weder aus diesen Hinweisen noch einer mündlichen Beratung begründet werden, es sei denn, dass uns insoweit Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt. Mit dem Erscheinen dieses Technischen Merkblatts verlieren alle vorherigen Ausgaben ihre Gültigkeit.


Stand: 03.09.2024