Technisches Merkblatt

Spezialzement mit Puzzolanzusatz zum Herstellen von Schnellestrichen und Drainageestrichen. Bei der Verarbeitung nach Anleitung lassen sich Zementestriche der Güte CT-C40-F6 nach DIN EN 13 813 und DIN 18 560 herstellen, wenn als Zuschlag Sand der Korngruppe 0/8 nach DIN 4226 mit stetiger Kornzusammensetzung im günstigen bis brauchbaren Bereich zwischen A8 und C8 nach DIN 1045 verwendet und nicht mit überhöhtem Wasserfaktor angemischt wird. Bei schwimmend oder auf Trennlage verlegtem Estrich beträgt die Belegreife ≤ 2,0 CM-%. Die ist durch eine CM-Messung festzustellen. Die CM-Messung nach 1 Minute abbrechen und das Ergebnis zu diesem Zeitpunkt ablesen. Nach Erreichen der Belegreife umgehend mit der Belagsverlegung beginnen. Für die Ausführung gelten die allgemeinen Richtlinien für Zementestrich DIN EN 13 813 und DIN 18 560. Auf eine schnelle Erhärtung ist zu achten.

Servoplan E 500 als Schnellestrich:

Scheinfugen und Bewegungsfugen wie bei herkömmlichen Zementestrichen vorsehen und anbringen. Estrichanschlüsse oder Teilflächen mit Rundstahl gegeneinander verankern. Bei Einsatz als Verbundestrich den Untergrund mit Okamul 71 im Mischungsverhältnis 1 : 3 bis 1 : 4 mit Wasser verdünnt grundieren. Anschließend diese Mischung mit Servoplan E 500 zu einer Mörtelschlämme anmischen und diese nass in nass auftragen. Auf die frische Mörtelschlämme den erdfeucht angemischten Schnellestrich aufbringen.

Servoplan E 500 als Drainagemörtel/Drainageestrich:

Zur Erstellung von Drainagemörtel auf Balkonen und Terrassen muss der tragfähige Untergrund ein Gefälle von mindestens 1,5 % aufweisen. Die Verbundabdichtung mit Servoflex DMS 1K Plus SuperTec oder Servoflex DMS 1K-schnell SuperTec sach- und fachgerecht ausführen. Über genutzten Räumen ist eine Abdichtung gemäß DIN 18 195 erforderlich. Die horizontale Wasserableitung in der Bettung kann durch die Anordnung einer geeigneten kapillarbrechenden Drainagematte (Herstellerangaben beachten) erheblich verbessert werden.Dies wird ab einer Entwässerungsstrecke > 2 m grundsätzlich empfohlen. Das zum Einsatz kommende Belagsmaterial soll eine Fläche von 10.000 cm² und 1,20 m Kantenlänge nicht überschreiten und für den vorgesehenen Verwendungszeck geeignet sein.

Zum Mischen des Mörtels gebräuchliche Estrichmischer verwenden. Servoplan E 500 mit Estrichsand, Kiesel DEZ oder Edelsplitt und Wasser zu einem erdfeuchten Estrichmörtel mischen. Keine weiteren Zusatzmittel oder andere Zemente beimischen.

Im 100 Liter Mischer: 
Als Estrichmörtel 20 kg Servoplan E 500 (1 Sack) + 80 kg Sand, Körnung 0 - 8 mm (12 Schaufeln) + 8,0 Liter Wasser, je nach Feuchtigkeit des Sandes.
Als Drainagemörtel 20 kg Servoplan E 500 (1 Sack) + 100 kg Kiesel DEZ, Kies/Edelsplitt Körnung 2-5 mm, 2 - 8 mm oder 4 - 8 mm (15 Schaufeln) + 8 Liter Wasser, je nach Feuchtigkeit des Zuschlages.

Im 200 Liter Mischer: (z.B. Putzmeister, Mixocred)
Als Estrichmörtel 60 kg Servoplan E 500 (3 Säcke) + 240 kg Sand, Körnung 0-8 mm (36 Schaufeln) + ca. 24 Liter Wasser, je nach Feuchtigkeit des Sandes.
Als Drainagemörtel 40 kg Servoplan E 500 (2 Säcke) + 200 kg Zuschlag Kiesel DEZ,  Kies oder Edelsplitt 2 - 5 mm, 2 - 8 mm oder 4 - 8 mm (30 Schaufeln) + ca. 16 Liter Wasser, je nach Feuchtigkeit des Zuschlages. Bei Arbeitsunterbrechung Maschinen und Schläuche sofort reinigen. Während der Trocknung Sonne und Zugluft vermeiden.

Einsatz auf Fußbodenheizung:
Den mit Servoplan E 500 hergestellten Heizestrich frühestens 3 Tage nach Einbringen aufheizen. Das Funktionsheizen mit einer Vorlauftemperatur von + 25 °C beginnen, die 3 Tage zu halten ist. Danach die max. Vorlauftemperatur (max. 55 °C) einstellen und weitere 4 Tage halten. Nach Abschluss des Funktionsheizens kann das Belegreifheizen gemäß der Dokumentation FBH-D4 "Protokoll zum Belegreifheizen des Estrichs" (Schnittstellenkoordination bei beheizten Fußbodenkonstruktionen) durchgeführt werden. Servoplan E 500 kann als Heizestrich bis max. 55 °C Vorlauftemperatur belastet werden.

Einsatz als Drainagemörtel/Drainageestrich:
Drainageestrich-Zuschlag Kiesel DEZ oder Feinkornzuschlag Korngröße 2-5 mm, 2-8 mm oder 4-8 mm mit geeigneten Estrichmischern anmischen. Es muss eine benetzungsfähige, erdfeuchte Konsistenz erzielt werden. Die Auswahl des Zuschlages richtet sich nach der vorgesehenen Schichtdicke, Drainagefähigkeit und zu erwartender Nutzlast.

Drainagemörtel im Verbund, Haftschlämme vergütet mit Okamul 71, nass in nass oder auf geeigneten Drainagematten aufbringen, verdichten, abziehen und glätten. Mindestschichtdicke im Verbund 30 mm, auf Drainagematten mindestens 60 mm. Die Verlegung der Fliesen und Platten erfolgt nach ca. 24 Stunden mit Servoflex-Trio-SuperTec bzw. Servoflex-Trio-schnell SuperTec im Buttering-Verfahren.
Bei der Verlegung nass in nass wird mit Servoflex-Trio-schell SuperTec ebenso verfahren.

Farbe

grau

Anwendungsgebiet

innen, außen, Unterwasserbereich, am Boden

Brandklasse

A1 nach EN 13501-1

Mischungsverhältnis

EstricheDrainagemörtel

Servoplan E 500: Sand (0 - 8 mm)
1 : 4 Gew.-Teile

Servoplan E 500:
Kiesel DEZ oder mit

Kies/Edelsplitt (2 - 5 mm, 2 - 8 mm, 4 - 8 mm)
1 : 5 Gew.-Teile

Wasserbedarf

ca. 8,0 l/20 kg Pulver,
je nach Feuchtigkeit des Zuschlags

Verarbeitungszeit*

ca. 60 Minuten

Verarbeitungstemperatur

+ 5 °C bis + 25 °C (Untergrund)

Begehbar*

nach ca. 3 Stunden
(Drainagemörtel nach ca. 4 Stunden)

Belegbar*

nach ca. 24 Stunden
Parkett nach ca. 48 Stunden

Fußbodenheizung

geeignet, bitte Hinweise beachten

GISCODE

ZP 1 - chromatarm nach TRGS 613

Lagerung

trocken lagern, ca. 6 Monate lagerfähig

* 

Bei + 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere Temperaturen verlängern diese Werte entsprechend.

Estrich:ca. 3,7 kg/m² Pulver
je 10 mm
Schichtdicke

Drainagemörtel:

Kiesel DEZ:

ca. 3,5 kg/m² Pulver je 10 mm Schichtdicke

ca. 17,5 kg/m² je 10 mm Schichtdicke

Werkzeug umgehend mit Wasser reinigen.

BeschreibungArtikelnummerEAN
54 x 20 kg Papiersack420184015705420189
25 kg Sack Drainageestrich-Zuschlag Kiesel DEZ603324015705603322

Die vorstehenden Angaben, insbesondere Vorschläge für die Verarbeitung und Verwendung unserer Produkte, beruhen auf unseren Kenntnissen und Erfahrungen. Wegen der unterschiedlichen Materialien und der außerhalb unseres Einflussbereichs liegenden Arbeitsbedingungen empfehlen wir in jedem Falle ausreichende Eigenversuche, um die Eignung unserer Produkte für die beabsichtigten Verfahren und Verarbeitungszwecke sicherzustellen. Eine Haftung kann weder aus diesen Hinweisen noch einer mündlichen Beratung begründet werden, es sei denn, dass uns insoweit Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt. Mit dem Erscheinen dieses Technischen Merkblatts verlieren alle vorherigen Ausgaben ihre Gültigkeit.


Stand: 26.10.2015/lo