Technisches Merkblatt

EC1 Plus
DGNB Navigator Label Servoplan Ki 150

Zementgebundene, kunststoffvergütete Multifunktions-Spachtelmasse mit guten Verlaufseigenschaften zum Spachteln und Ausgleichen von verlegereifen Untergründen bis 20 mm Schichtdicke vor der Verlegung von Keramikbelägen, Naturwerkstein, Betonwerkstein sowie elastischen und textilen Bodenbelägen und Parkett (ausgenommen Holzpflaster). Für den trockenen Innenbereich auf tragfähigen, biegesteifen und formstabilen Untergründen sowie für die Wassereinwirkungsklassen nach DIN 18534 W0-I, W1-I und W2-I in Privatbädern und Hotelduschen außerhalb des Duschbereichs in Verbindung mit einer Verbundabdichtung geeignet. Auch für Gussasphaltestriche der Härteklasse IC 10 in Schichtdicken bis 10 mm geeignet.

Servoplan Ki 150 kann in untergeordneten Trockenräumen als Nutzboden verwendet werden, sofern eine Schutzschicht aufgetragen wird.

Zur Erhöhung der Zug- und Biegezugfestigkeiten können Kiesel Armierungsfasern beigemischt werden. Dadurch ist Servoplan Ki 150 auch auf Holzuntergründen wie fest verschraubte, Nut- und Feder kraftschlüssig verklebte Spanplatten V 100, OSB 3 oder OSB Bau einzusetzen. Auf Ausgleichschichten im Verbund mit Servofix SLA ist Servoplan Ki 150 vergütet mit Kiesel Armierungsfasern bís zu einer Schichtdicke von 10 mm freigegeben.

Der Untergrund muss nach VOB Teil C, DIN 18 365, DIN 18 332, 18 333 bzw. 18 352 sowie dem Stand der Technik geprüft und verlegereif sein. Untergründe gemäß aktuellem Merkblatt BEB "Beurteilen und vorbereiten von Untergründen" sowie Merkblatt TKB-8 vorbehandeln.
Je nach Art des Untergrundes und der späteren Nutzung mit Okatmos® DSG, Okatmos® GG, Okatmos® UG 30 oder Okapox GF vorstreichen. Die technischen Merkblätter der mitverwendeten Produkte sind zu beachten. Ein Systemaufbau muss gewährleistet sein.

Servoplan Ki 150 mit sauberem Wasser mittels eines elektrischen Rührgeräts bei max. 600 U/min klumpenfrei anrühren. Nach ca. 3 Min. Reifezeit nochmals umrühren. Anschließend die Spachtelmasse mit Glättkelle oder Rakel auftragen und nivellieren lassen.
Nachspachtelungen sind ggf. nass in nass sofort nach Begehbarkeit durchzuführen, ansonsten erneut mit Okatmos® GG grundieren. Während der Trocknung direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft vermeiden.
In Zweifelsfällen Probespachtelung durchführen.

Bei der Verstärkung/Armierung mit Kiesel Armierungsfasern wird zuerst die Spachtelmasse wie oben beschrieben angerührt. Danach den Inhalt eines Beutels Kiesel Armierungsfasern pro Sack Spachtelmasse homogen einrühren. Nach der Reifezeit die Spachtelmasse nochmals aufrühren und mit einer Glättkelle/Traufel verarbeiten.

Farbe

grau

Anwendungsgebiet

innen

Schichtdicke

1 - 20 mm

faserarmiert: 3 - 20 mm

mit Quarzsand gestreckt: 5 - 20 mm

Reifezeit

3 Minuten

Quarzsandzugabe

möglich ab 5 mm
8 kg Quarzsand (Körnung 0,6 - 1,2 mm) je 25 kg Pulver

Wasserbedarf

ca. 6,5 bis max. 7,0 Liter / 25 kg Pulver

Verarbeitungszeit*

ca. 45 Minuten

Verarbeitungstemperatur

+ 5 °C bis + 25 °C (Untergrund)

Begehbar*

nach ca. 2 Stunden

Belegbar*

OberbelägeSchichtdickenach ca.
elastische und texitle Beläge1 - 5 mm14 Stunden
elastische und texitle Beläge5 - 10 mm24 Stunden
elastische und texitle Beläge10 - 20 mm48 Stunden
Parkett2 - 5 mm48 Stunden
Parkett5 - 10 mm72 Stunden
Keramikbeläge 2 Stunden
Naturwerksteinbeläge1 - 10 mm24 Stunden
Naturwerksteinbeläge10 - 20 mm48 Stunden

 

Fußbodenheizung

geeignet

GISCODE

ZP 1 - chromatarm nach TRGS 613

EMICODE®

EC 1Plus nach GEV

Lagerung

trocken lagern, ca. 9 Monate lagerfähig

* 

Bei +20°C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit. Höhere Temperaturen und geringere Luftfeuchtigkeit verkürzen, niedrigere Temperaturen und höhere Luftfeuchtigkeit verlängern diesen Wert entsprechend.

ca. 1,4 kg/m² je mm Schichtdicke

Werkzeug und Maschinen umgehend mit Wasser reinigen.

BeschreibungArtikelnummerEAN
42 x 25 kg Papiersack420754015705420752

Die vorstehenden Angaben, insbesondere Vorschläge für die Verarbeitung und Verwendung unserer Produkte, beruhen auf unseren Kenntnissen und Erfahrungen. Wegen der unterschiedlichen Materialien und der außerhalb unseres Einflussbereichs liegenden Arbeitsbedingungen empfehlen wir in jedem Falle ausreichende Eigenversuche, um die Eignung unserer Produkte für die beabsichtigten Verfahren und Verarbeitungszwecke sicherzustellen. Eine Haftung kann weder aus diesen Hinweisen noch einer mündlichen Beratung begründet werden, es sei denn, dass uns insoweit Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt. Mit dem Erscheinen dieses Technischen Merkblatts verlieren alle vorherigen Ausgaben ihre Gültigkeit.


Stand: 27.02.2025/ag