Technisches Merkblatt

EC1 Plus
Flexmörtel

Weißer, schnell erhärtender, trasshaltiger, flexibler, zementärer Dünnbettmörtel für Verlegearbeiten im Dünn- und Mittelbett nach DIN EN 12004 C2 FT S1.
Einsatzgebiet im Innen- und Außenbereich, an Wand- und Bodenflächen.
Zum Verlegen von Fliesen und Platten sowie verfärbungsempfindlichen Naturwerksteinbelägen, wie z.B. Juramarmor, Solnhofener Platten und kristallinem Marmor.
Untergründe müssen tragend sein, wie z. B. Zement- und Calciumsulfatestriche, Gussasphaltestriche, Beton (mind. 3 Monate alt), Gipskarton- und Gipsfaserplatten, Leichtbeton, Porenbeton, Trockenestriche und Bauplatten.

ServoStar® 4000 white sprint eignet sich auch zum Verlegen von keramischen Belägen, wenn eine frühe Festigkeit und schnelle Verfugbarkeit gewünscht wird.

Erfüllt die "Richtlinie für Flexmörtel", Ausgabe Juni 2001.

Der Untergrund muss belegreif, sauber und tragfähig sein. Altbeläge mit einem alkalischen Reiniger reinigen. Im Innenbereich saugfähige Untergründe mit Okatmos® DSG, Okatmos® GG, Okamul SP oder Okatmos® UG 30 vorstreichen. Bei erforderlichen Schichtdicken über 5 mm auf Calciumsulfatestrichen mit Okatmos® DSG oder Okatmos® UG 30 grundieren. Nicht saugfähige Untergründe mit Okatmos® DSG oder Okatmos® UG 30 vorstreichen. Im Außenbereich saugfähige Untergründe mit Okatmos® UG 30 oder Okatmos® GG grundieren.

ServoStar® 4000 white sprint mit sauberem Leitungswasser in einem sauberen Rührgefäß klumpenfrei anmischen, kurz reifen lassen und anschließend nochmals aufrühren. Die vorgegebene Wasserzugabe ist einzuhalten. Falls erforderlich, Mörtelviskosität durch geringes Verändern der Wasserzugabe einstellen. Bereits angesteifter Mörtel darf nicht durch zusätzliche Wasserzugabe wieder verarbeitbar gemacht werden. 
Zunächst mit der glatten Seite der Kammspachtel eine Kontaktschicht auf den Untergrund aufziehen. Anschließend den Mörtel mit geeigneter Zahnung aufkämmen und die Beläge innerhalb der klebeoffenen Zeit in das frische Mörtelbett einschieben, andrücken und ausrichten.
Es darf nur so viel Mörtel vorgelegt werden, wie innerhalb der Einlegezeit belegt werden kann; nach Beginn der Hautbildung dürfen keine Beläge mehr eingelegt werden. Bei Naturwerksteinplatten ist die Belagrückseite vollflächig abzuspachteln.

Im Außenbereich, bei hohen Verkehrslasten sowie bei großformatigen Belägen ist zur Erzielung einer weitgehend hohlraumfreien Verlegung das Buttering-Floating-Verfahren anzuwenden. Die Verarbeitung darf nicht bei direkter Sonneneinstrahlung, starker Windeinwirkung oder ungeeigneten Untergrund- und Umgebungstemperaturen erfolgen. Es gelten die einschlägigen Normen, Merkblätter und die anerkannten Regeln der Technik.

Farbe

weiß

Anwendungsgebiet

innen und außen** an Wand und Boden

Auftragsstärke

von 2 - 20 mm

Verarbeitungstemperatur

+ 5 °C bis + 25 °C (Untergrund)

Temperaturbeständigkeit

- 20 °C bis + 80 °C

Wasserbedarf

ca. 6 - 6,5 Liter (bei 25 kg Pulver)

Reifezeit

ca. 5 Minuten (nochmals umrühren)

Verarbeitungszeit*

ca. 40 Minuten

Einlegezeit*

ca. 20 Minuten

Voll belastbar*

nach ca. 24 Stunden

Begehbar* / Verfugbar*

nach ca. 3 Stunden 

(abhängig von Materialstärke und Belag)

EMICODE®

EC 1Plus (GEV)

GISCODE

ZP 1 - chromatarm nach TRGS 613

Lagerung

Im verschlossenen Originalgebinde ca. 6 Monate, in trockenen Räumen

* 

Bei + 20 °C und 65 % rel. Luftfeuchtigkeit. Höhere Temperaturen verkürzen, niedrigere Temperaturen verlängern diese Werte entsprechend.

** 

Im Außenbereich ist eine weitgehend hohlraumfreie Verlegung erforderlich (Buttering-Floating).

Zahntiefe der KammspachtelVerbrauch (Masse)
4 mm (TKB C1)ca. 1,5 kg/m²
6 mm (TKB C2)ca. 2,4 kg/m²
8 mm (TKB C4)ca. 3,1 kg/m²
10 mm (TKB C5)ca. 3,5 kg/m²
je mm Schichtdickeca. 1,6 kg/m²

Verbrauch ist abhängig u.a. von der Untergrundbeschaffenheit

Belag und Werkzeug umgehend mit Wasser reinigen.

BeschreibungArtikelnummerEAN
42 x 25 kg Papiersäcke654444015705654447

Die vorstehenden Angaben, insbesondere Vorschläge für die Verarbeitung und Verwendung unserer Produkte, beruhen auf unseren Kenntnissen und Erfahrungen. Wegen der unterschiedlichen Materialien und der außerhalb unseres Einflussbereichs liegenden Arbeitsbedingungen empfehlen wir in jedem Falle ausreichende Eigenversuche, um die Eignung unserer Produkte für die beabsichtigten Verfahren und Verarbeitungszwecke sicherzustellen. Eine Haftung kann weder aus diesen Hinweisen noch einer mündlichen Beratung begründet werden, es sei denn, dass uns insoweit Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit zur Last fällt. Mit dem Erscheinen dieses Technischen Merkblatts verlieren alle vorherigen Ausgaben ihre Gültigkeit.


Stand: 23.06.2026/ag/epf